Die Stimmen zum Spiel
Die Stimmen nach der 1:2-Niederlag der SPVGG GREUTHER FÜRTH beim VfL Bochum. Philipp Hofmann trifft doppelt für die Gastgeber, Noel Futkeus Ausgleich kurz vor Schluss reicht nicht mehr, um etwas Zählbares aus dem Westen mitzunehmen.
Heiko Vogel: "Erstmal Gratulation, Uwe, deinem Team zum Sieg. Wo soll ich anfangen. Man kann sich glücklich schätzen als Mannschaft, wenn man so einen Stürmer wie Philipp Hofmann hat, wenn man beide Tore nochmal anschaut. Natürlich rutscht unser Abwehrspieler in der ersten Minute weg, aber Hofmann hat dann auch die Qualität und die Ruhe, das Ding zu machen. Das zweite Tor, zwar eine Standardsituation, aber das muss man fairerweise sagen, das war dann kaum mehr zu verteidigen. Der Ball kam perfekt, er trifft ihn perfekt – das hat dann heute den Unterschied gemacht. Das war schwer zu bespielen, wenn man direkt nach ein paar Sekunden in Rückstand gerät und die vehement verteidigenden Bochumer haben uns das Leben extrem schwer gemacht. Wir konnten nicht so den Spielaufbau bewältigen, wie wir es sonst gemacht haben, aber haben dann auch unsere Chancen. Bei uns fällt der Ball halt auf die Latte oder geht kurz vor der Pause vorbei. Wenn du gegen einen Gegner wie Bochum solche Chancen liegen lässt, dann wird’s schwer. In der zweiten Halbzeit hat uns das zweite Gegentor auch wieder den Anfangsschub genommen. Dennoch kommen wir zum 2:1, haben zuvor mit den Wechseln das System umgestellt. Meine Mannschaft steckt nie auf. Wir hatten noch eine Großchance von Felix Klaus, die Timo Horn vereiteln muss. Dann nochmal ein Pfostenschuss und so reichts dann halt nur noch zum Anschlusstreffer. Ich finde, wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt."
Uwe Rösler: "Die Fürther Mannschaft ist in keiner Weise mit der Mannschaft zu vergleichen, gegen die wir im Herbst gespielt haben. Heiko macht einen super Job. Sehr schwer zu bespielen. Wir haben uns gut vorbereitet, speziell gegen den Ball. Wir hatten uns da was zurechtgelegt und genauso ist es gekommen, weil wir den Ball genau dort oben gewinnen wollten und machen das Umschaltspiel und machen das Tor. Generell haben wir auch gut gegen den Ball gestanden. Wir geben zwei Chancen weg. Das war alles was wir zugelassen haben. Der Kopfball auf die Latte, da hätten sie ein Tor machen können. Aber auch wir haben Chancen gehabt. In der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel killen müssen, haben das Spiel eigentlich im Griff, weil wir es gut gegen den Ball gemacht haben und haben Umschaltphasen, wo wir das Tor machen müssen. Und in der 88. Minute machen wir es nochmal spannend, dann haben sie noch drei Chancen hintenraus, da kann durchaus noch das Tor fallen. Ich bin der Meinung, dass wenn man die ganzen 90 Minuten sieht, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben."
Haben die Ruhe bewahrt.
Philipp Ziereis: "Möglichkeiten waren aber da. Dass Bochum gefährlich werden wird, das war uns klar und auch, dass viele hohe Bälle und zweite Bälle über Hofmann kommen, da mussten wir heute ein bisschen leiden, aber wir haben die Ruhe bewahrt. Deswegen war da gar nicht der riesen Bruch nach dem frühen Gegentor, auch wenn du dir das anders vorstellst. Aber wir waren danach ganz gut drin. Anfang der Saison hätten wir die Nerven verloren, deswegen auch Kompliment an die Mannschaft. Brane hatte noch die große Chance vor der Pause, dann wären wir wieder drin gewesen. Ich muss sagen, das 0:2 war ein Nackenschlag. Dann war das Momentum sicherlich bei Bochum, auch mit ihren Fans im Rücken. Wir haben weitergemacht, auch wenn man gemerkt hat, wenn man ganz ehrlich ist, dass ein paar Prozentpunkte gefehlt haben."
