Kleeblatt übernimmt Arbeitsdefinition Antisemitismus

Definition der International Holocaust Remembrance Alliance

Verein
Mittwoch, 08.06.2022 // 14:15 Uhr

Die SPVGG GREUTHER FÜRTH übernimmt die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft, für die das Kleeblatt und seine Fans einstehen.

Die Spielvereinigung steht für ein solidarisches Miteinander und lehnt jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus strikt ab. Diese Werte unterstreicht das Kleeblatt nicht nur im gelebten Miteinander, sondern hat auch „Anti-Rassismus“ als einen von drei Grundpfeilern in der Ausrichtung der vereinseigenen Stiftung „Kleeblatt fürs Leben“ verankert. Nun übernimmt die SPVGG GREUTHER FÜRTH auch die Arbeitsdefinition Antisemitismus der Internationalen Holocaust Remembrance Alliance (IHRA).

Arbeitsdefinition der IHRA im Wortlaut

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“

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Kleeblatt lebt gesellschaftliche Verantwortung

Die SPVGG GREUTHER FÜRTH lebt ihre gesellschaftliche Verantwortung, etwa durch Maßnahmen wie die gemeinsame Bildungsfahrt nach Oświęcim mit dem Fanprojekt Fürth Ende Mai 2022 sowie Aktionen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, der Aktion „Vielfalt gewinnt“ mit Hauptsponsor Hofmann Personal oder der vielfältigen inklusiven Projekte wie mit der Lebenshilfe Fürth.

Die mit wissenschaftlicher Expertise begleitete Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus, mit besonderer Betonung der Erforschung der Gleichschaltung und ihrer Auswirkungen auf die jüdischen Mitglieder und Sportler des Kleeblatts, hat nicht nur bereits verwertbare Ergebnisse gebracht, sondern auch das Bewusstsein für die besondere Verantwortung auf diesem Gebiet zusätzlich gestärkt.

27 Kleeblatt-Fans gedenken vor Ort Holocaust-Opfern

Die jüngste eindrückliche Erfahrung machten 27 Kleeblatt-Fans während einer fünftägigen Bildungsfahrt ins polnische Oświęcim gemeinsam mit dem Fanprojekt Fürth. Die Fürther Delegation führte Workshops durch und besuchte auch die Lager in Auschwitz und Birkenau, wo sie zum Gedenken einen weiß-grünen Kranz niederlegte.

Ein Video gibt einen kurzen Einblick in bewegende Tage, die noch mal die Forderung unterstrichen haben, "dass Auschwitz nicht noch einmal sei".

Verpflichtung und selbstverständlicher Schritt

Die Geschichte der Stadt Fürth sowie die der Spielvereinigung ist stark von jüdischen Einflüssen geprägt – sportlich unter anderem durch Julius Hirsch, der mit dem Kleeblatt 1914 als Kapitän Deutscher Meister wurde und Anfang der 1940er-Jahre in Auschwitz ermordet wurde.

In ihren ersten Jahrzehnten wurde die Spielvereinigung durch Gönner aus der großen jüdischen Gemeinde Fürths außerordentlich unterstützt. Mit Fritz Loebenberger wurde schon 1948, nur drei Jahre nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus, wieder ein Erster Vorstand jüdischen Glaubens an die Spitze des Kleeblatts gewählt.

Die Übernahme der IHRA-Definition ist für die SPVGG GREUTHER FÜRTH aus ihrer Geschichte heraus eine Verpflichtung und ein selbstverständlicher Schritt, der unterstreicht, dass Antisemitismus und Ausgrenzung keinen Platz beim Kleeblatt haben.

 

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