Die hitzige Sensation

Die Kleeblatt Anekdoten

Abseits des Rasens
Montag, 30.03.2020 // 09:05 Uhr

Geschichte lebt davon, erzählt zu werden. In einer Zeit in der der Ball beim Kleeblatt ruht, wollen wir den Blick auf einige außergewöhnliche Kapitel der Vereinsgeschichte werfen. Historische Erfolge, einzigartige Begegnungen und stille Helden leben in den Kleeblatt Anekdoten ein weiters Mal auf.

Die neunte Anekdote der 17-teiligen Serie berichtet von einer hitzigen Sensation.

Glaubt man der kollektiven Fürther Fan-Erinnerung, dann müssten es 20 000 Fans gewesen sein, die an jenem brütend heißen 4. August im Jahr 1990 in den Ronhof gekommen waren. Jeder will dabei gewesen sein. Es waren aber nur etwas über 3000 Zuschauer, die in der ersten Pokalrunde den Auftritt des klaren Favoriten Borussia Dortmund gegen das viertklassige Kleeblatt sehen wollten.

Die Dortmunder reisten als Titelverteidiger in Fürth an. Sie hatten mit Michael Zorc und Thomas Helmer, Michael Rummenigge, Frank Mill oder Torwart Teddy de Beer alle Stars in der Startaufstellung, denn BVB-Coach Horst Köppel hatte im Vorfeld der Partie erklärt, kein Risiko eingehen zu wollen. Schon nach zwei Minuten sah Fürths David Schneider nach Notbremse gegen Povlsen Rot, und so gab man in diesem Moment keinen Pfifferling mehr auf die Kleeblättler. Unterzahl und weit über 30 Grad im Schatten – das konnte einfach nicht gut gehen gegen die übermächtigen Westdeutschen.

So ähnlich dachten wohl auch die Dortmunder Spieler, denn im Gefühl ihrer klaren Überlegenheit wurden sie von Minute zu Minute nachlässiger. Im selben Maß wuchs die SpVgg über sich hinaus. Oliver Zettl schoss das 1:0. Er umspielte Nicolic und Helmer und schlenzte den Ball dann mit einem wunderbar gefühlvollen Heber über de Beer ins Netz. Povlsen gelang zwar nach Zuspiel Zorcs der Ausgleich (28.), doch ein listig um die Mauer herum ins kurze Eck verwandelter Freistoß von Achim Beierlorzer brachte noch vor der Pause das 2:1. Zettl, der das Spiel seines Lebens machte, schoss in der 65. Minute das vorentscheidende 3:1.

Durchs spärlich gefüllte Rund ging nun eine La-Ola-Welle, die Kleeblatt-Fans machten Lärm wie 10 000, und den Dortmundern fiel nichts mehr ein, als die Bälle hoch und weit vors Fürther Gehäuse zu schlagen. Da räumte die SpVgg-Abwehr rigoros auf, und so blieb es beim sensationellen 3:1-Sieg. Somit wurde die SpVgg Fürth zum ersten Viertligisten in der Geschichte des Pokals, der einen Bundesligisten eliminiert hatte. Es war ein toller Auftakt in die Saison und ein gutes Omen, den am Ende der Spielzeit stand der Wiederaufstieg in die Regionalliga.

 

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