Wende an der Salzach

Die Kleeblatt Anekdoten

Abseits des Rasens
Donnerstag, 02.04.2020 // 09:06 Uhr

Geschichte lebt davon, erzählt zu werden. In einer Zeit in der der Ball beim Kleeblatt ruht, wollen wir den Blick auf einige außergewöhnliche Kapitel der Vereinsgeschichte werfen. Historische Erfolge, einzigartige Begegnungen und stille Helden leben in den Kleeblatt Anekdoten ein weiters Mal auf.

Die zwölfte Anekdote der 17-teiligen Serie berichtet von einem entscheidenden Osterausflug nach Burghausen.

Burghausen hat die größte zusammenhängende Burganlage Deutschlands und ist auch ansonsten durchaus einen Ausflug wert. Zumal an Ostern. Doch der Grund, warum rund 2000 Fürther am 11. April 2004, dem Ostersonntag, in die alte Herzogsstadt an der Salzach aufbrachen, war weder die Burg noch die schöne Altstadt der nicht ganz 20 000 Einwohner zählenden Stadt. Es war das Spiel der Spielvereinigung beim SC Wacker, das die Anhänger des Kleeblatts in Strömen nach Burghausen führte, denn unter dem ein paar Wochen zuvor zurückgekommenen Trainer Benno Möhlmann und im Aufwind der Kampagne „Wir bleiben drin“ hatte sich die Spielvereinigung aus dem Tabellenkeller gearbeitet.

Ein Sieg in Burghausen sollte die entscheidende Weichenstellung zum Klassenverbleib bringen. Die Fans hatten sich am Morgen am Ronhof getroffen und die längste Buskarawane, die der Laubenweg jemals gesehen hatte, war von Fürth aus Richtung österreichsicher Grenze aufgebrochen. Schon lange vor dem Spiel lief man in Burghausen lauter froh gestimmten und zuversichtlichen Kleeblatt-Fans über den Weg. Präsident Helmut Hack war im Bus der größten damaligen Fangruppe, der „Weißen Rose“, mitgefahren und stand im Fanblock, als Marcus Feinbier in der 24. Minute die dritte oder vierte Fürther Chance mit all seiner Routine zum 0:1 nutzte. Das Kleeblatt, angetrieben von den mitgereisten Fans, blieb das bessere Team, es dauerte aber bis zur 85. Minute, ehe Petr Ruman mit dem 0:2 alles klar machte.

Benno Möhlmann wurde nach dem Abpfiff vom Fanblock herbeigerufen und initiierte eine La Ola nach der anderen, an der die enttäuschten Burghausener Anhänger selbstredend nicht teilnehmen wollten. Für die Kleeblättler war der Tag an der Salzach und der damit verbundene Sieg genau das erhoffte Ausrufezeichen, denn in den restlichen Spielen gelang es dann, auch wirklich die nötigen Punkte einzufahren. Am letzten Spieltag machte der 2:0-Heimsieg gegen den schon abgestiegenen VfB Lübeck zwar alles auch rechnerisch klar, doch in der Rückschau bleibt der Osterausflug nach Burghausen als Höhepunkt der „Wir bleiben drin“-Kampagne und Wendepunkt das wichtigste Spiel der Saison 2003/2004.

 

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