Im Schnee ausgerutscht

Die Kleeblatt Anekdoten

Abseits des Rasens
Freitag, 03.04.2020 // 08:47 Uhr

Geschichte lebt davon, erzählt zu werden. In einer Zeit in der der Ball beim Kleeblatt ruht, wollen wir den Blick auf einige außergewöhnliche Kapitel der Vereinsgeschichte werfen. Historische Erfolge, einzigartige Begegnungen und stille Helden leben in den Kleeblatt Anekdoten ein weiters Mal auf.

Die dreizehnte Anekdote der 17-teiligen Serie berichtet von kuriosen Wetterkapriolen.

Es war, vom Verlauf her, sicherlich eines der kuriosesten Spiele der jüngeren Kleeblatt-Geschichte, jenes durch Wetterkapriolen stark beeinflusste Heimspiel gegen Eintracht Trier im Februar 2005. Das Kleeblatt hatte sich nach einer furiosen Vorrunde auf den Aufstiegsplätzen (damals gab es noch drei direkte Aufsteiger) etabliert und empfing als klarer Favorit den Tabellenelften aus Trier. Schon den ganzen Tag hatte man sorgenvoll zum Himmel geblickt, denn der Wetterbericht hatte Schneefälle von ziemlichem Ausmaß prophezeit.

Nun, es war kalt, doch als Schiedsrichter Dr. Drees das Spiel anpfiff, präsentierte sich der Rasen am Laubenweg noch in schönem Grün. Dementsprechend legte das Kleeblatt los und spielte die Trierer an die Wand. Die erste halbe Stunde des Spiels gehören zu den besten Auftritten einer Fürther Mannschaft nach dem Wiederaufstieg 1997, und Triers Trainer Paul Linz gab hinterher unumwunden zu, dass er sich nicht hätte beschweren können, wenn es nach 30 Minuten schon sechs zu null gestanden hätte. Doch dann überzog eine wie entfesselnd schüttelnde Frau Holle in minutenschnelle Fürth mit einem weißen Schneekleid.

Benno Möhlmann wurde nach dem Abpfiff vom Fanblock herbeigerufen und initiierte eine La Ola nach der anderen, an der die enttäuschten Burghausener Anhänger selbstredend nicht teilnehmen wollten. Für die Kleeblättler war der Tag an der Salzach und der damit verbundene Sieg genau das erhoffte Ausrufezeichen, denn in den restlichen Spielen gelang es dann, auch wirklich die nötigen Punkte einzufahren. Am letzten Spieltag machte der 2:0-Heimsieg gegen den schon abgestiegenen VfB Lübeck zwar alles auch rechnerisch klar, doch in der Rückschau bleibt der Osterausflug nach Burghausen als Höhepunkt der „Wir bleiben drin“-Kampagne und Wendepunkt das wichtigste Spiel der Saison 2003/2004.

Wegen des plötzlichen Schneesturms musste Dr. Drees die Partie fast eine Viertelstunde lang unterbrechen. Die Trierer hatten anscheinend besseres Skiwachs dabei – denn als es wieder los ging, kamen sie mit den Gegebenheiten besser zurecht. In die Pause ging es nach den beiden frühen Treffern von Christian Eigler und Petr Ruman nur mit einem 2:0-Vorsprung der Spielvereinigung. Der Ex-Fürther Zoran Mamic schaffte den Anschlusstreffer nach 55 Minuten, doch Roberto Hilbert stellte zunächst den alten Abstand wieder her.

Im immer höher werdenden Schnee hatte das Kleeblatt erneut mehrere tolle Chancen, doch dann unterlief Thomas Kleine ein Eigentor, und mit Nico Patschinski schoss ein weiterer ehemaliger Fürther in der 90. Minute den 3:3-Endstand. Patschinski, heutzutage schon mal als TV-Komiker zu sehen, meinte hinterher, „einige Fürther hätten heute schon Torschützenkönig werden können“. Obwohl man nach dem Schneesturm-Remis noch sechs Punkte Vorsprung auf den Vierten hatte, lief es nach diesem seltsamen Spiel nicht mehr so richtig. Am Ende stand dann der für die damalige Zeit fast schon vom Kleeblatt abonnierte fünfte Tabellenplatz.

 

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