2:3-Niederlage bei Fenerbahce

Kleeblatt unterliegt in Istanbul knapp.

Profis
Samstag, 31.07.2021 // 20:24 Uhr

Am heutigen Samstag absolvierte die SPVGG GREUTHER FÜRTH ihre Generalprobe vor dem Auftakt im DFB-Pokal nächste Woche. Auf Einladung von Fenerbahce Istanbul gastierte das Kleeblatt im Atatürk Olympiastadion in Istanbul. Nach einer ereignisreichen ersten Halbzeit, in der die Ereignisse allerdings hauptsächlich auf türkischer Seite verbucht werden konnten, erarbeitete sich das Kleeblatt im zweiten Durchgang mehr Torraumszenen und den Anschlusstreffer zum 2:3. Mehr war an diesem Abend unter Flutlicht bei über 30 Grad aber nicht mehr drin.

Die Partie brauchte nicht lange, um Fahrt auf zu nehmen im Atatürk Olympiastadion in Istanbul. Allerdings waren es die Gastgeber, die die SPVGG GREUTHER FÜRTH mit ihrer Offensive auf dem falschen Fuß erwischten.

Fenerbahce war direkt in der Partie und ging mit einem Doppelschlag früh in Führung. Das 0:1 fiel nach einem Schuss aus 15 Metern. Bei diesem Schlenzer hatte Sascha Burchert im Fürther Tor keine Abwehrmöglichkeit (5.). Drei Minuten später traf Ex-Fürther Serdar Dursun zum 0:2 (8.). Das Kleeblatt versuchte es nach diesem Blitzstart der Istanbuler immer wieder mit Seitenverlagerungen, probierte, mehr das Heft in die Hand zu nehmen. Den ersten Abschluss verbuchte Paul Seguin in der 25. Minute. Sein Flachschuss ging allerdings links vorbei. Nach einer halben Stunde schnürte Dursun seinen Doppelpack. Viel zu frei war der Stürmer da vor dem Kleeblatt-Kasten und musste nur noch einschieben. Burchert ist zwar noch dran, das reicht aber nicht, um den Treffer zu verhindern 0:3 (30.). Und dann klappte auch das Fürther Offensivspiel: Itter wird links tief geschickt. Das Kleeblatt ist mit vier Mann in der Box vertreten, das konnte Fenerbahce nicht verteidigen und Abdourahmane Barry, heute wieder als Rechtsverteidiger auf dem Platz, erzielte ohne Mühe das 1:3 (34.).

Anschlusstreffer durch Leweling

Nach der Pause gehörten die ersten beiden Tormöglichkeiten dem Kleeblatt. Zuerst zielte der eingewechselte Jamie Leweling etwas zu hoch (51.), kurz darauf parierte der Keeper gut gegen den Schuss von Julian Green (52.). Den einzigen Schuss in Hälfte zwei auf Leon Schaffran im Fürther Gehäuse gelang Fenerbahce in der 64. Schaffran, der heute übrigens seinen 23. Geburtstag feiert, parierte aber gut aus kurzer Distanz. Lewelings Solo in der 74. Minute gegen zwei Istanbuler brachte Barnimir Hrgota ins Spiel. Der legt aus spitzem Winkel quer, Julian Green wirft sich mit dem langen Bein in den Ball, verpasst den nur ganz knapp. Nur eine Minute später hat der Kapitän selbst den zweiten Treffer auf dem Fuß. Nach einem feinen Ball durch die Gasse geht Hrgota ins Eins-gegen-Eins, bleibt aber am Keeper hängen. Bis zur nächsten Kleeblatt-Chance dauerte es aber nicht lange. Leweling geht zentral in der Box ins Dribbling, lässt zwei Gegenspieler stehen und schiebt dann cool zum 2:3-Anschlusstreffer ein. Obwohl noch weitere Aktionen im Strafraum folgten, gelang der Ausgleich nicht mehr.

Die Stimmen zum Spiel

Stefan Leitl: "Insgesamt bin ich schon zufrieden, auch wenn wir das Spiel verloren haben. Klar mit den ersten 25 Minuten nicht, da waren wir nicht auf dem Platz und leisten uns durch grobe individuelle Fehler einen deutlichen Rückstand mit 0:3. Danach wurde es bisschen besser, haben dann auch Zugriff bekommen. Machen dann auch Gott sei dank vor der Pause noch den Anschlusstreffer. Ich denke mit der Leistung in der zweiten Halbzeit können wir sehr zufrieden sein. Da waren wir deutlich die bessere Mannschaft, hatten viele große Chancen. Wenn wir da ein bisschen kaltschnäuziger werden, können wir das Spiel noch gewinnen. Aber was wir schon mitnehmen können, ist, dass schon vieles sehr gut ist. Gerade die zweite Hälfte waren wir richtig gut im Spiel. Wir haben in der zweiten Hälfte nur einen Torschuss zugelassen, hatten ein gutes Positionsspiel, gute Pressingmomente. Wir sind insgesamt, so wie wir spielen wollen, sehr weit. Jetzt geht’s einfach drum, Frische rein zu bekommen und einen guten Start im DFB-Pokal zu haben. Wir müssen ab der ersten Minute einfach präsent sein, als Team auf dem Platz, gute Energie bringen. Für uns war das natürlich ein tolles Erlebnis. Ich glaube wir haben insgesamt das beste aus der Situation gemacht, auch wenn es vielleicht komisch klingt, du musst bis nach Istanbul fliegen, um zu spielen in der jetzigen Zeit. Trotzdem sind wir sehr dankbar, dass wir dieses Erlebnis mitnehmen durften. Die Stadt ist beeindruckend, die Menschen sind unheimlich gastfreundlich. Für die Jungs war es einfach ein Erlebnis.“

Paul Seguin: „Wir müssen lernen in der Bundesliga noch besser und mit mehr Leidenschaft zu verteidigen. Auch wenn es manchmal echt weh tun wird. Wir werden nicht immer die Mannschaften bespielen. Mit Ball hat man gesehen, dass wir unsere Abläufe drin haben, dass wir auch gegen den Ball unsere Abläufe drin haben. Aber der Zweikampf ist das entscheidende und das müssen wir besser machen. Das waren jetzt Tests, nächste Woche geht’s dann los. Ich bin trotzdem positiv, dass wir das schaffen. Es ist natürlich etwas Schönes so ein Spiel. Mal ein anderes Land, anderes Wetter. Aber wir wollten das Spiel gewinnen, das haben wir leider nicht geschafft. Wir hatten aber trotzdem eine gute Spielanlage. Alles in allem war es eine gute Erfahrung, auch in diesem Stadion, das ja sehr berühmt ist in der Türkei.“

SPVGG GREUTHER FÜRTH: Burchert - Barry (61. Asta), Jung, Bauer, Itter - Seguin, Sarpei (46. Hoogma), Green, Fein (46. Seufert) - Hrgota, Abiama (46. Leweling)

Tore: 1:0 Zajc (4.) 2:0 Dursun (8.) 3:0 Dursun (30.) 3:1 Barry (34.) 3:2 Leweling (76.)

 
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