Richtich schee

Der Spilldachskommendar.

Profis
Montag, 09.12.2019 // 14:21 Uhr

Unser Ronhofer blickt auf den Heimsieg gegen den VfL Bochum zurück. Wie immer ist dabei kein klassischer Spielbericht, keine Taktikanalyse, sondern unser Spilldachskommendar auf Fränkisch herausgekommen: 

No, Kleeblatt-Fans, word ihr drübn? Hobbders gseng, des 3:1 gegen Bochum. Spannend wor´s auf jeden Fall, am End´ wors dann auch verdient, der Sieg für unser Spielvereinigung.

A por Stammspieler hat der Stefan Leitl ersetzn müssn. Käptn Calli mit Muskelfaserriss und Julian Green wegen der Knieverletzung sind genauso ausgfalln wie Paul Seguin, der wegen der fünften Gelben zuschaun musste. Des is scho eine wichtiche Achse, die do gefehlt hat – aber die jenigen, die dafür gspielt hamm, hamms auch gut gmacht.

Die Färdder und die Bochumer hamm ja eigentlich den spielerischen Ansatz – aber insgesamt wors desmohl eher a Kampfspiel – eigentlich typisch, wenn im Spätherbst die Zweite Liga spielt. So fiel dann auch des erste Tor: Der Branimir Hrgota hat den Torwart angschossn, dann mit viel Willen nachgestzt, und den abgepralltn Ball mit dem Schienbein ins Netz gesetzt. Im zweiten Abschnitt hat die Spielvereinigung eigentlich alles im Griff ghabt, den Bochumern aber den Ausgleich geschenkt. Einmal ned aufgepasst – scho wars passiert.

Aber in der Endphase hamm dann die Joker gstochn. Der Daniel Keita-Ruel hat für Unruhe gsorgt nach seiner Einwechslung, und unser Eigengwächs Jamie Leweling hat zugschlagn. Und zwor gleich richtich: Erst hat er dem Branimir Hrgota des 2:1 mit einer tollen Flanke aufglegt, dann hat er nach Zuspiel vom Keita-Ruel in der letzten Spielsekunde sogar selber getroffn. Des 3:1 wor des erste Profi-Tor von unserm jungen Talent. Richtich schee, wie der junge Mann sich hinterher gfreut hat, und richtich schee, dass auch die Mitspieler sich fast überschlagn hamm vor lauter Glückwünschn an den Nachwuchsmann.

Und schee wors außerdem, dass sich des Kleeblatt im letzten Heimspiel vor Weihnachten mit einem Dreier von seinen Fans hat verabschieden können. Dementsprechend fröhlich warn dann auch die Gsichter der Färdder, die unsere Weichnachtsbudn aff der Haupttribüne besucht hamm nachm Spiel. Es is halt immer so, dass der letzte Eindruck hängen bleibt, und der wor gut.

Aber der letzte Stadion-Glühwein im Jahr 2019 iss ja sozusagen noch nicht eigeschenkt. Denn des Kleeblatt hat ja noch zwei heikle Aufgaben zu lösen. Des letzte Hinrundenspiel in Karlsruhe beim starken Aufsteicher, und dann noch des erste Rückrundenspiel im Erzgebirge. Des werdn noch zwei harte Brockn für unsere Kleeblatt-Kicker, aber mit der Einstellung vom Samsdooch is auch in den beiden Spielen wos drin.