"Für die Fans alles gegeben"

Die Stimmen zum Spiel.

Profis
Sonntag, 17.05.2020 // 16:53 Uhr

In zwei separaten Spieltags-Pressekonferenzen teilen HSV-Trainer Dieter Hecking und Kleeblatt-Coach Stefan Leitl ihre Einblicke zum 2:2. Leitl spricht von einem „gerechten Unentschieden“ bei dem das Kleeblatt einer „Top-Mannschaft mehr als Paroli“ geboten hat.

Stefan Leitl: "Wir sind zu Beginn sehr gut im Spiel gewesen. Ich war etwas überrascht, dass der HSV zu Beginn so tief stand. Wir waren sehr dominant im eigenen Ballbesitz, haben gute Ballstaffetten gehabt und immer wieder sehr gute Verlagerungen gespielt. Wir sind verdient in Führung gegangen, leider konnten wir die Führung nicht in die Halbzeit nehmen. Wir bekommen zwei Tore, wo wir uns im Anlaufen nicht so verhalten, wie wir das gerne gehabt hätten. Somit dreht der HSV das Spiel. Meine Mannschaft hat im Verlauf der zweiten Halbzeit noch eine Schippe drauf gelegt und sich für eine sehr gute und engagierte Leistung mit dem Ausgleichstreffer, auch wenn er spät war, belohnt. Für mich ist es in Summe ein gerechtes Unentschieden. Kompliment an meine Mannschaft für die Leistung. Kompliment auch für die Entwicklung meiner Mannschaft, wenn man an das Hinspiel in Hamburg denkt, das wir mit 0:2 verloren haben. Dort hatten wir kaum eine Chance im Spiel, heute hat man gesehen welche Entwicklung meine Mannschaft genommen hat. So einer Top-Mannschaft mehr als Paroli zu bieten, auch nach dieser langen Pause, ist aller Ehren wert. Wir freuen uns über den Punkt, regenerieren jetzt gut. Wir haben eine lange Woche bis zum nächsten Heimspiel und dann wollen wir drei Punkte bei uns in Fürth lassen."

Dieter Hecking: "Im Laufe des Spiels war das Feuer von beiden Mannschaften und die Leidenschaft, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, zu sehen. Natürlich fehlen die Fans, ich hätte sich auch gerne dabei. Aber am Ende geht es darum, dass wir gezeigt haben, dass wir die Situation angenommen haben, wir haben alles versucht umzusetzen was an Vorgaben da ist. Ich glaube, es war auch ohne Zuschauer heute ein richtig interessantes Fußballspiel von zwei sehr, sehr guten Mannschaften. Es ist für alle ungewohnt, man muss sich erst finden auf dem Platz und sich den Begebenheiten annehmen. Das braucht immer eine gewisse Zeit, das haben wir heute auch gesehen. Außerdem hat Fürth sicherlich auch kein schlechtes Spiel gemacht. Es geht nicht um den Ausgleich, es geht darum, dass wir das dritte Tor nicht gemacht haben. Wir hatten drei, vier hundertprozentige Chancen, da musst du das dritte Tor machen. Dann musst du nicht drauf hoffen, dass der letzte Eckball kein Gegentor mehr bringt. Es ist sehr, sehr ärgerlich, trotzdem sind Teilziele erreicht worden, auch wenn heute sicherlich mehr drin gewesen wäre."

Havard Nielsen: "Es war heute klar anders ohne unsere Zuschauer, die uns sonst immer pushen. Das ist ganz neu für uns, du hast normalerweise immer die Fans, die hinter uns stehen, sie sind enorm wichtig für uns. Ich hoffe, sie konnten von zu Hause aus sehen, dass wir für sie alles gegeben haben, nie aufgegeben haben und bis zum Schluss für sie gekämpft haben. Die letzte Aktion war ein Symbol dafür. Die Jungs haben da ohne Ende gekämpft, der Ball kommt dann zum Glück zu mir und ich musste nur noch versuchen, den Ball unter die Latte zu schießen. Das habe ich zum Glück geschafft."