"Keine gerechte Niederlage"

Die Stimmen zum Spiel.

Profis
Dienstag, 26.05.2020 // 21:40 Uhr

Stefan Leitl blickt nach der Niederlage gegen den VfL Osnabrück auf ein Spiel, in dem „kein Tor fallen will“. Während der Kleeblatt Coach mit der Chancenverwertung hadert, beschreibt er eine Leistungssteigerung in Durchgang zwei. Die Stimmen zum Spiel.

Stefan Leitl: „Obwohl wir in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht haben, müssen wir auch die erste Halbzeit für uns entscheiden. Wir haben zwei mega Chancen, vielleicht sogar drei Chancen, in denen wir ein Tor machen müssen. Es gab eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Aber es gibt mal Spiele, in denen will kein Tor fallen und heute war so eins. Mit drei Mal Pfosten, der Keeper hat sehr gut gehalten, in jeden Schuss wurde sich geworfen – Kompliment an Osnabrück, die wollten das Spiel unbedingt gewinnen und verteidigen. Die erste Halbzeit hat mir nicht gefallen, die zweite Halbzeit war gut und in der Summe ist es keine gerechte Niederlage. Es war in meinem Empfinden, gerade was die zweite Hälfte betrifft, ein gutes Spiel von uns. Recht viel bessere Torchancen kriegst du dann auch nicht im Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mit der Leidenschaft und dem Engagement gespielt, was man in der zweiten Liga braucht. Trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit die Möglichkeiten, da gibt es keine Zweifel. Wenn man das Tor macht, dann geht das Spiel auch in unsere Richtung."

Daniel Thioune: "Wir sind sehr erleichtert, nach zehn Spielen wieder ein Spiel gewonnen zu haben. Es war für uns endlich dieser Moment, dass wir als Sieger vom Platz gehen durften. Wir wussten, was uns hier erwartet. Wir haben die Spielvereinigung in den letzten Wochen gesehen, die spielt brutal guten Fußball. Sehr dynamisch, ist sehr variabel in den Räumen unterwegs. Daher war es klar, dass es sehr, sehr schwer werden wird, auch fußballerisch dagegen zu halten. Unser Ziel war es heute, mit sehr viel Intensität, sehr viel Willen, sehr viel Leidenschaft rein zu gehen. Dass wir eklig sind, dass wir sehr, sehr aggressiv verteidigen ohne unfair zu sein und es dem Gegner sehr, sehr schwer machen. Ich glaube, das hat man von Beginn an gesehen. Wir waren in allen Zweikämpfen drin und hatten die Momente eher über das Umschaltspiel. Wir haben die 2:0-Führung am Ende über die Zeit gerettet, auch nicht ganz unverdient meiner Meinung nach."

Sebastian Ernst: "Es war ein intensives Spiel. Wir hatten eine lange Pause. Es ist blöd gelaufen heute. Wir haben im falschen Moment die Fehler gemacht, die zu den Gegentoren geführt haben. Gerade in der zweiten Halbzeit hat es nach vorne dann nicht für ein Tor gereicht. Es hat heute ein bisschen was gefehlt, deshalb haben wir das Spiel verloren. Wenn du vielleicht früh ein Tor machst in der zweiten Halbzeit, kannst du das Spiel vielleicht noch drehen. Aber wie haben heute vorne Pech gehabt, hinten in den entscheidenden Momenten nicht gut verteidigt und die wichtigen Zweikämpfe verloren."

 

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