Aufholjagd mit besserem Ende für die Gegner

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SpVgg Greuther Fürth - Roßtal III

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Am Sonntagabend (28.9.) mussten sich die Handballer der SpVgg Greuther Fürth zum Heimauftakt in der stimmungsgeladenen Soldnerhalle den Routiniers vom TSV Roßtal III knapp mit 31:32 (16:18) geschlagen geben. Trotz Abstimmungsproblemen zum regulären Saisonauftakt der Fürther und einem zeitweise 8-Tore-Rückstand, konnten sie sich dank hervorragender Torhüterleistung zurück ins Spiel kämpfen. Nach dem Ausgleich in der 55. Minute (30:30) zog die SpVgg erst in einer turbulenten Schlussphase den Kürzeren.

Nach einem anfänglichen Beschnuppern samt Ballfehlern und wackeliger Abwehr beider Mannschaften, stand es zu Minute zehn noch 5:5. Aufgrund anhaltender Abstimmungsprobleme in der Fürther Defensive, konnten sich die Roßtaler Gäste jedoch nach und nach absetzen (10:15). Besonders der TSV-Rückraum um Sebastian Schuh (9 Tore) setzte die Hausherren unter Druck.

Kampf annehmen

„Wir waren zu Beginn nicht voll bei der Sache“, ärgert sich Spielertrainer Alex Dockter über die mangelnde Präsenz und Härte in der Abwehr: „Es war wichtig, ins Spiel zu finden und den Kampf anzunehmen.“ Erst gegen Ende der ersten Halbzeit legte sich vorerst die Aufgeregtheit: Eine stabilisierte Abwehr hinderte die Roßtaler nun an einfachen Torerfolgen. Im Gegenzug konnte sich der Kleeblatt-Rückraum um einen starken Jan Dimper (10 Tore) auszeichnen. Zur Halbzeit gelang es der SpVgg, auf zwei Tore (16:18) zu verkürzen.

Der erhöhte Einsatz blieb allerdings nicht ohne negative Konsequenz: Zeitstrafen machten es den Hausherren schwer, die zunehmend hitzige Partie ausgeglichen zu gestalten. In Überzahl konnten sich die Gäste immer wieder auf vier Tore absetzen. Und nach zwei Zweiminutenstrafen in Folge stand die SpVgg zur 43. Minute nur mit vier Spielern auf dem Feld. Die Siebenmeter und die Überzahl nutzte Roßtal konsequent, um sich bis zur 47. Minute sogar mit acht Toren (22:30) abzusetzen.

Aufholjagd dank überragendem Torhüter

„Wie die Jungs dann aber – getragen von der tollen Stimmung in der Halle – das Spiel nicht verloren gaben, das ist schon bemerkenswert“, freut sich Alex Dockter. „Nun wurde um jeden Ball gefightet und unser Benni im Tor wuchs über sich hinaus.“ Nach zahlreichen Paraden des überragenden Benjamin Pischel (insgesamt vier gehaltene Siebenmeter), arbeiteten sich die Fürther, Tor um Tor, heran. Mit drei Treffern in Folge kam nun auch Rückraum-Mitte Max Persch immer besser ins Spiel.

„Wir liefen nun konsequent die zweite Welle und konnten mit dem neuen Schwung die Gäste ein Stück weit überrumpeln“, erklärt Dockter. „Leider fiel in dieser überhitzten Stimmung die ein oder andere Abwehraktion zu heftig aus. Hier eine Zweiminutenstrafe und vor allem dort die rote Karte in der 55. Minute hätten wir vermeiden müssen.“

Den folgenden Siebenmeter konnte Keeper Pischel aber erneut spektakulär vereiteln, sodass die Halle lautstark hinter dem Kleeblatt stand. Die Heimfans witterten eine Überraschung. Und tatsächlich glichen die Fürther, nach einer Zweiminutenstrafe der Gäste, in der 55. Minute zum 30:30 aus. Die SpVgg hatte einen 8-Tore-Rückstand egalisiert.

„Bemerkenswerte Moral“

In der spannenden Schlussphase konnten sich die Roßtaler dann aber wieder fangen und schnürten die Fürther in der Abwehr ein: Erneute einfache Fouls führten zum Siebenmeter und zu einfachen Torerfolgen. Der Fürther Anschlusstreffer zum 31:32 eine halbe Minute vor dem Schlusspiff reichte dann nicht mehr aus. Die erfahrenen Gäste verzögerten das Spiel gekonnt und ließen sich diesen Auswärtserfolg nicht mehr entreißen.

„Im Endeffekt haben wir zu spät in die Partie gefunden“, resümiert Dockter. „Trotz unserer anfänglichen Problem im Aufbau und einer ausbaufähigen Abwehr, hätte unser Team mit dieser bemerkenswerten Moral aber durchaus einen Punkt verdient. – Doch die Saison ist noch jung. Die Startschwierigkeiten werden wir in den kommenden Wochen sicher abstellen können.“