Trauer um „Doci“ Hauer

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Langjähriger Mannschaftsarzt verstorben

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Das Kleeblatt trauert um Dr. Harald Hauer. Der Mediziner, der von 1996 bis 2017 Mannschaftsarzt der SPVGG GREUTHER FÜRTH war, starb am vergangenen Samstag im Alter von 81 Jahren.

Ehrenpräsident Helmut Hack würdigt den Verstorbenen, den er „als einen meiner ältesten und längsten Weggefährten“ bezeichnet: „Dr. Harald Hauer war eine Institution in unserem Verein. Keine Zeit und keine Mühen waren ihm zu viel, wenn jemand seine ärztliche Hilfe benötigte. Seine Fachkompetenz war in ganz Deutschland respektiert. Dabei war er auch ein ganz besonderer Mensch. Viele Menschen, das ganze Kleeblatt, werden ihn schmerzlich vermissen.“

Auch Präsident Volker Heißmann hatte eine langjährige Beziehung zu Dr. Harry Hauer: „Da meine Oma in Emskirchen wohnte und ich dort als Kind die Ferien verbrachte, kenne ich Harry Hauer schon seit dieser Zeit. Als ich später Stadionsprecher beim Kleeblatt war, hatte ich oft eine große Gaudi mit Doc Hauer. Ich verneige mich vor seiner Lebensleistung und danke ihm für alles, was er für unsere Spielvereinigung getan hat.“

Große Fachkompetenz und stets gute Laune

Der gebürtige Erlanger Harry Hauer hatte einst selbst beim SC Büchenbach in der Bayernliga Fußball gespielt. Im Medizinstudium ließ er sich auch zum Sportarzt ausbilden. 1989 wurde Harald Hauer Mannschaftsarzt des TSV Vestenbergsgreuth. Als die Greuther Fußballabteilung im Jahr 1996 der Spielvereinigung beitrat, kam Harry Hauer als Mannschaftsarzt mit nach Fürth. Für den Arzt, das erzählte er oft und gern, schloss sich damit ein Kreis, denn seit seiner Jugend war er bekennender Kleeblatt-Fan. Sein erstes Spiel im Ronhof hatte er 1949 in der Oberliga Süd besucht, und so war es für ihn wie ein Traum, der wahr wurde, als er bei seinem Herzensverein als Arzt mithelfen durfte.

Wobei bei Harry Hauer das Helfen stets im Vordergrund stand. Jeden Tag machte er sich von seiner Allgemeinarzt-Praxis aus Emskirchen, die er seit 1974 betrieb, und in der er bis zuletzt  immer noch tätig war, auf den Weg nach Fürth. Kaum ein Auswärtsspiel seiner Spielvereinigung hat er ausgelassen, wenn es sein musste, war er auch bei der Zweiten Mannschaft oder den Junioren vor Ort. In den vielen Trainingslagern, die er begleitet hatte, sorgte der stets zu einem Spaß aufgelegte „Doc“ für gute Laune. Gesellige Runden konnte er mit unzähligen Anekdoten aus seiner sportmedizinischen Karriere bestens unterhalten.

Immer für die große Kleeblatt-Familie da

Dabei kümmerte sich Harry Hauer nicht nur um das Wohlergehen der Fußballer. Wer auch immer in der großen Kleeblatt-Familie gesundheitliche Probleme hatte, konnte auf die Hilfe von Doc Hauer setzen.

Harry Hauer war ein Arzt mit Leidenschaft, fühlte sich aber keineswegs als allwissend. Wichtig war für ihn stets, die richtige Diagnose zu stellen, um die Spieler danach zu den richtigen Spezialisten zu schicken. Dabei waren Hauers Kontakte in die Welt der Medizin legendär, denn für jede Sportverletzung wusste er irgendwo in Deutschland einen ausgewiesenen Spezialisten, den er meist auch persönlich kannte.

Im Herzen war Dr. Harry Hauer bis ins hohe Alter jung geblieben und fühlte sich stets seinen Patienten verpflichtet. Die Kleeblatt-Familie zollt Dr. Harald Hauer für seine Lebensleistung und seinen jahrzehntelangen Einsatz für seine Spielvereinigung höchsten Dank und wird ihn immer in ehrendem Gedenken bewahren. Seiner Familie spricht die SPVGG GREUTHER FÜRTH ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.