0:2-Heimniederlage im Ronhof

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Kleeblatt nah dran, Paderborn effizient

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Trotz mehrerer Chancen und zwei Aluminiumtreffern hat die SPVGG GREUTHER FÜRTH gegen den SC Paderborn mit 0:2 (0:0) verloren. Die Gäste nutzten ihre einzigen echten Einschussmöglichkeiten durch Stefano Marino und Filip Bilbija eiskalt aus, während die Spielvereinigung ihre Möglichkeiten liegen ließ.

Das Spiel begann verhalten. Paderborn hatte Ballbesitz, die Fürther bemühten sich um Kompaktheit. So dauerte es bis zur 15. Minute, ehe Laurin Curda von halbrechts abzog, mit seinem Schuss jedoch das Tor um zwei Meter verfehlte. Danach war viel Mittelfeldspiel zu sehen. Die Gäste versuchten es ein paar Mal aus der Distanz, aber es blieb ungefährlich. Bis auf einen Kopfball von Stefano Marino (28.), der aber aus sieben Metern deutlich drüber köpfte.

In der Schlussphase der ersten Hälfte kam das Kleeblatt. Zunächst war Noel Futkeu nach weitem Pass von Maximilian Dietz im Sechzehner frei, doch er schoss drüber (43.). In der 45. Minute versuchte es Branimir Hrgota mit einem Volleyschuss aus 17 Metern, Dennis Seimen war aber im bedrohten Eck. Und Sekunden vor dem Pausenpfiff narrte Sayfallah Ltaief am linken Flügel Curda, seine flache Hereingabe stocherte Futkeu am Tor vorbei – das hätte die Führung sein müssen. Gleich darauf war Halbzeit.

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Die große Chance auf das 1:0 durch Noel Futkeu, doch der Ball geht knapp am Tor vorbei.

Erst Dehm im Alu-Pech, dann Reich

Die zweite Hälfte begann mit einem Lattentreffer von Jannik Dehm, der aus 17 Metern abgezogen hatte (46.). Das Kleeblatt setzte nach, doch Hrgotas halbhohe Flanke auf Dietz bekam der nur mit dem Knie, die Kugel ging drüber (47.). Dann gab es einen guten Konter, doch Futkeu spielte den Ball auf Felix Klaus zu kurz, die Chance war dahin (49.).
Die Gäste standen nun immer tiefer und versuchten es mit langen Bällen. Das war zwar eigentlich ungefährlich, doch nach einem Ballverlust der Fürther an der Mittellinie ging es schnell. Curda spielte in die Schnittstelle, Marino war durch und schob an Prüfrock vorbei zum 0:1 ein (51.).

In er 57. Minute erreichte Ltaief einen Pass von Hrgota auf der Torauslinie, seine Hereingabe wurde in den Rückraum geklärt, wo Dehm zehn Meter vor dem Tor in bester Position zögerte und geblockt wurde.

Nachdem Steffen Tigges Prüfrock mit einem schwachen Schrägschuss nicht gefährden konnte, wäre Seimen im Gegenzug machtlos gewesen. Doch Lukas Reichs Schuss aus 16 Metern prallte vom Pfosten zurück (66.) – das zweite Aluminium für das Kleeblatt.

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An den Pfosten: Bei Lukas Reichs Versuch fehlen nur wenige Zentimeter.

Paderborn schlägt eiskalt zu

Paderborn stand nur noch hinten drin, doch die meisten Angriffe der Fürther konnten geklärt werden, da der letzte Pass oder die Flanken zu ungenau waren. In der 74. Minute spielte Hrgota Futkeu frei, doch der Stürmer schoss aus acht Metern freistehend klar vorbei.

Einige weitere Versuche der Fürther wurden geblockt. Die Paderborner warteten auf den einen Moment, der in der 86. Minute kam. Wieder war es ein Ballverlust der Gastgeber in der Vorwärtsbewegung, der die Gäste zum Konter einlud. Steffen Tigges lief auf dem linken Flügel durch und passte nach innen, wo Filip Bilbija nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 0:2 eindrückte.

Im Rest des Spiels kamen die Weiß-Grünen zu keiner echten Chance mehr, die Paderborner überbrückten die zu kurze Nachspielzeit (fünf Minuten) mit viel Zeitspiel und sicherten so ihren Erfolg.

Statistik

SPVGG GREUTHER FÜRTH: Prüfrock - Dehm (64. Dehm), Elvedi, Ziereis (87. Dardari), Münz - Dietz (75. John), Will - Klaus, Hrgota, Ltaief (64. Keller) - Futkeu

SC Paderborn: Seimen - Scheller (81. Sticker), Götze, Brackelmann - Curda, Baur, Hansen (69. Castaneda), Obermair - Müller (64. Bilbija), Marino (81. Bätzner), Klaas (64. Tigges)

Tore: 0:1 Marino (51.) 0:2 Bilbija (87.)

Zuschauer: 12.085