Die Hertha im Höhenflug

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Berliner im Kleeblatt-Check

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Die SPVGG GREUTHER FÜRTH ist am Sonntag, 13.30 Uhr, zu Gast bei Hertha BSC. Im Kleeblatt-Check nehmen wir den Tabellenführer unter die Lupe.

Form:

Sechs Spiele, sechs Siege: Die Hertha hat einen historischen Start in die laufende Spielzeit hingelegt. Nie zuvor gewannen die Berliner in 59 Jahren Profifußball ihre ersten sechs Partien. In der 2. Bundesliga war dieses Kunststück zuletzt Bayer Leverkusen vor fast 40 Jahren in der Saison 1978/79 gelungen. 

Dabei hätten wohl die wenigsten mit diesem Berliner Saisonbeginn gerechnet, hatte die "alte Dame" doch unter anderem mit Kennet Eichhorn, Fabian Reese, Michael Cuisance, Marten Winkler und Tjark Ernst einige Leistungsträger im Sommer zu Geld gemacht, sich selbst auf dem Transfermarkt aber einigermaßen bedeckt gehalten.

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Durchgestartet: Sebastian Grönning und die Hertha führen die Tabelle an. Foto: Bundesliga/Getty Images/Lukas Schulze

Faktencheck:

Produktive Offensive: Mit 17 Treffern stellen die Berliner derzeit den besten Angriff. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Leitl-Truppe gab die meisten Torschüsse ab (113) und erspielte sich 15 Top-Chancen, nur Heidenheim kam bislang auf mehr.

Spiel- und konterstark: Kein Team erzielte mehr Tore aus dem laufenden Spiel heraus (14). Vier Tore resultierten aus schnellen Gegenangriffen - ebenfalls aktueller Liga-Bestwert.

Defensiv mit etwas Glück: In Sachen Gegentoren hätte es für die Berliner schlechter laufen können. Gemessen am xGoals-Wert der Gegner (9,93) hat Hertha BSC weniger Gegentore zugelassen (7) als zu erwarten waren. Im Vergleich: Das Kleeblatt hat mit 8,96 einen besseren "xG-against"-Wert, gemessen daran allerdings mehr Gegentreffer kassiert (11).

Spieler im Fokus: Jón Dagur Thorsteinsson

Ist es Liebe auf den zweiten Blick? Als Jón Dagur Thorsteinsson im Sommer 2024 zur Hertha wechselte, tat sich der Offensivspieler erstmal schwer: nur ein Tor und zwei Assists in 33 Spielen. Im Winter wurde der 27-Jährige in die erste norwegische Liga verliehen. Seit seiner Rückkehr in die Hauptstadt präsentiert sich Thorsteinsson wie ausgewechselt und half seinem Team mit bislang drei Treffern und zwei Vorlagen. Beim 2:1-Sieg in Dresden vor der Länderspielpause war er mit zwei Distanzschusstoren der Matchwinner.

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Präsentiert sich in einer guten Form: Jón Dagur Thorsteinsson. Foto: Bundesliga/Getty Images/Boris Streubel

Personal:

Der Hertha fehlt einzig Innenverteidiger Márton Dárdai (Schambeinverletzung).

Stimme:

Für Stefan Leitl sind Spiele gegen das Kleeblatt nach wie vor speziell, wie der Hertha-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel betonte. "Gemeinsam haben wir etwas Außergewöhnliches erreicht, ich habe dem Verein viel zu verdanken, das bleibt natürlich. Das Kleeblatt ist ein wunderbarer Verein, deswegen ist es für mich nach wie vor etwas Besonderes", sagt der Fürther Aufstiegstrainer von 2021. 

Mit den Leistungen seiner Berliner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf ist der 49-Jährige - wenig überraschend - sehr zufrieden. "Wir haben nichts geschenkt bekommen, die Jungs haben bisher einen sehr guten Job gemacht. Einen Job, mit dem sich viele Menschen identifizieren können." Wenn es seiner Mannschaft gelinge, diese Leistung wieder aufs Feld zu bringen, "dann werden wir erstmal gut spielen. Und dann ist es in der Regel so: Wenn wir gut spielen, werden wir auch punkten. Das ist unser Ziel."

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Zufrieden mit seiner Mannschaft: Hertha-Coach Stefan Leitl. Foto: Wolfgang Zink.