Relegation beginnt fürs Kleeblatt in Essen
Am Freitagabend steigt das erste von zwei Relegationsspielen. Anpfiff an der Hafenstraße in Essen ist um 20.30 Uhr. Kleeblatt-Coach Heiko Vogel erklärt, worauf es in den Entscheidungsspielen ankommt.
Durch den 3:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf am 34. Spieltag hat sich die SPVGG GREUTHER FÜRTH die Relegationsspiele und damit zwei weitere Chancen auf den Klassenerhalt erarbeitet. Am Freitag um 20.30 Uhr steht das erste Duell mit Rot-Weiß Essen an der Hafenstraße an.
Kleeblatt-Chefcoach Heiko Vogel ist sich sicher, dass im Ruhrgebiet „ein Hexenkessel“ auf seine Mannschaft wartet. „Dort herrscht eine Fußballstimmung, wie man sie sich vorstellt“, sagt der Fürther Trainer – und stellt klar: „Wir sind gewarnt.“

Richtige Balance
Beim Drittplatzierten der 3. Liga erwartet Vogel einen physisch starken Gegner, der vor allem über Standards und Umschaltmomente gefährlich werden kann. Entscheidend sei daher, im eigenen Angriffsspiel die richtige Balance zu finden. „Standards, die wir vermeiden, sind gute Standards.“ Gleichzeitig kenne man die Schwächen des Gegners – insbesondere in der Defensive, was die 66 Gegentore in der 3. Liga belegen.
So banal das klingt – das wird die schwierigste Aufgabe sein.
Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel betonte Vogel, dass in solchen Entscheidungsspielen vor allem mentale Faktoren den Ausschlag geben. „Es ist ein Spiel, das zwischen den Ohren entschieden wird.“ Es gehe darum, im Kopf stabil zu bleiben und auf Drucksituationen resilient zu reagieren. „Es wird gute Momente des Gegners geben. Es wird gute Momente von uns geben. Da gilt es, nicht in Euphorie zu verfallen, sondern im Moment zu bleiben und den Job zu erledigen. So banal das klingt – das wird die schwierigste Aufgabe sein.“

Nach morgen ist Halbzeit.
Zugleich unterstreicht der Fürther Coach, dass nach dem Hinspiel noch nichts entschieden sein wird. „Keine Mannschaft wird sich morgen für irgendwas qualifizieren. Nach morgen ist Halbzeit. Morgen ist das Ergebnis ein Fundament, mehr nicht.“
Bansé eine Option
Personell muss das Kleeblatt lediglich auf Marco John und Lukas Reich verzichten. Der lange verletzte Sacha Bansé, zuletzt bereits gegen Düsseldorf im Kader, ist auch in Essen eine Option. Der 25-jährige defensive Mittelfeldspieler habe Vogel „in den letzten Wochen viel Freude bereitet“ – nicht nur durch seine Art zu spielen, sondern auch, weil er „immer für seine Teamkollegen da ist“. Eine Eigenschaft, auf die es ja auch in einer Relegation ankommt.


