Start in Jubiläumssaison am Sonntag
Der Ligaauftakt steht bevor. Vor dem ersten Pflichtspiel der SPVGG GREUTHER FÜRTH bei St. Pauli ordnen Felix Klaus, Krisztián Keresztes und Luca Itter die Vorbereitung ein und blicken auf den Saisonstart.
Bei sengender Hitze um die 36 Grad starteten die Kleeblatt-Profis am Dienstag in die erste Spieltagswoche der neuen Zweitliga-Saison. Für die SPVGG GREUTHER FÜRTH markiert sie eine besondere Wegmarke: Zum 30. Mal startet das Kleeblatt in eine Spielzeit, in der es mindestens in der 2. Bundesliga antritt. Nach aktuell fünf Wochen Vorbereitung und sieben Testspielen, darunter zuletzt zwei Siege gegen Paris FC und den SC Freiburg (1:0 und 3:0), geht es nun um die letzten Feinschliffe und die Vorbereitung auf Bundesliga-Absteiger St. Pauli, wo die Spielvereinigung am Sonntag (13.30 Uhr) die Saison eröffnet.
Felix Klaus hat mit der Spielvereinigung schon viel erlebt: die Zweitliga-Meisterschaft und den Aufstieg, das erste Bundesliga-Tor der Kleeblatt-Geschichte sowie mittlerweile 110 Pflichtspiele in Weiß und Grün. Und doch wartet auf den „Herzens-Fürther“ am Sonntag eine Premiere: Der 33-Jährige geht in seine erste Saison als Kleeblatt-Kapitän – und verspürte bereits am Dienstag „große Vorfreude und maximale Motivation“.

Wir können Selbstvertrauen mitnehmen – mehr aber nicht.
„Es ist an der Zeit, dass es los und wieder um etwas geht“, betont der Offensivspieler. „Wir hatten zuletzt gute Ergebnisse in der Vorbereitung und sind, glaube ich, gut eingespielt.“ Der Fürther Spielführer erklärt aber auch: „Testspielergebnisse sagen gar nichts, am Wochenende zählt’s. Wir können Selbstvertrauen durch die guten Ergebnisse mitnehmen – mehr aber nicht.“
Neuzugang Krisztián Keresztes "kann es kaum erwarten"
In die gleiche Kerbe schlägt Innenverteidiger-Neuzugang Krisztián Keresztes. „Ich finde, wir haben es zuletzt gegen Paris und Freiburg super gemacht, dürfen aber nicht nachlassen.“ Gegen Hoffenheim (1:4-Niederlage) kam ein Einsatz für den Ungarn noch zu früh, in den beiden folgenden Partien stand der 1,95 Meter große Defensivmann dann jeweils in der Startelf. „Wir haben jetzt zweimal kein Gegentor kassiert. Das sieht vielversprechend aus – okay, es ist nur die Saisonvorbereitung, aber die Ergebnisse sind immer wichtig, denn im Profifußball spielt man um Ergebnisse. Mir ist es egal, ob es ein Freundschaftsspiel oder ein Meisterschaftsspiel ist – ich will immer gewinnen.“

Der Ungar, der bereits zwei Auslandsstationen hinter sich hat, hat sich in seinen ersten Tagen in Fürth gut zurechtgefunden. Noch ist er im Hotel untergebracht, wo er zunächst Shinta Appelkamp und Ole Pohlmann kennengelernt hat. „Ich habe versucht, mich schnellstmöglich in die Mannschaft zu integrieren, denn die Liga steht schon vor der Tür. Jetzt steht das an, worauf es wirklich ankommt – und ich kann es kaum erwarten.“
Dienstältester Spieler: Luca Itter als Ratgeber
Auch bereit für den Saisonstart ist Luca Itter. Nach den Abgängen von Branimir Hrgota und Julian Green ist der 27-Jährige, der seit Januar 2021 das Kleeblatt-Trikot trägt, der dienstälteste Spieler im aktuellen Kader. Dass ihm diese Rolle nun zukommt, hatte er „direkt im Kopf“, wie er sagt.

Mit einem Grinsen schiebt er hinterher: „Den Job muss man mit Ehre ausfüllen.“ An seiner Rolle habe sich aber nichts verändert, erklärt er. „Die Jungs wissen, dass sie bei Fragen auf mich zukommen können.“ Dabei gehe es um Themen auf und neben dem Platz – etwa auch darum, wo man in Fürth gut essen gehen kann.
Aus den Spielen gegen Paris und Freiburg nimmt der linke Verteidiger vor allem mit, „dass wir gegen solche Gegner mithalten können. Deswegen bin ich positiv gestimmt.“
