Die Niedersachsen im Kleeblatt-Check
Am Sonntag ist die SPVGG GREUTHER FÜRTH beim VfL Osnabrück zu Gast. Im Kleeblatt-Check gibt's alle wichtigen Infos zum kommenden Gegner.
Form:
Nach zwei Spielzeiten in der 3. Liga ist der VfL Osnabrück zurück in Liga zwei. Stand nach dem Abstieg 23/24 erstmal eine komplizierte Saison mit am Ende Tabellenplatz 14 an, wurden die Niedersachsen in der vergangenen Saison unter Trainer Timo Schultz Drittliga-Meister.
Nach acht Spieltagen in der 2. Bundesliga stehen für Osnabrück zwei Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche. Mit acht Punkten belegt der VfL aktuell den elften Tabellenplatz. Zuletzt spielten die Lila-Weißen zweimal Remis und unterlagen vergangene Woche Arminia Bielefeld auswärts 1:2.
Faktencheck:
Läuferisch stark: Der VfL überzeugt mit großem Einsatz und hoher Laufbereitschaft. Durchschnittlich 121,7 Kilometer legt die Mannschaft pro Partie zurück. Ligaweit sind lediglich zwei Teams noch mehr unterwegs.
Es war mehr drin: Ein Blick auf den xGoals-Wert (14,68) zeigt, dass Osnabrück offensiv bislang nicht das Maximum aus seinen Chancen herausholt. Gemessen an der Qualität der herausgespielten Möglichkeiten hätten die Niedersachsen bereits mehr Treffer erzielen können.
Ballverluste, die weh tun: Nur Cottbus kassierte nach einem Ballverlust im Spielaufbau mehr Gegentore als Osnabrück (5). Generell haben die Lila-Weißen viel Luft nach oben im Passspiel. Der VfL hat die niedrigste Passquote der 2. Bundesliga (77%).

Spieler im Fokus:
Robin Meißner ist mit drei Saisontreffern aktuell der erfolgreichste Torschütze des VfL Osnabrück, zudem traf er im DFB-Pokal gegen den FC Bayern sehenswert. Bereits in der Aufstiegssaison 2025/26 war der Angreifer der treffsicherste Spieler der Niedersachsen: Mit 14 Toren hatte er einen großen Anteil an den insgesamt 66 Osnabrücker Treffern in der 3. Liga. In der vergangenen Saison lief der gebürtige Hamburger noch auf Leihbasis für den VfL auf, ehe durch den Aufstieg eine mit Dynamo Dresden festgelegte Kaufpflicht griff.

Personal:
Personell kann der VfL Osnabrück gegen das Kleeblatt voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. "Wenn alles nach Plan läuft, haben wir alle zur Verfügung", sagt VfL-Cheftrainer Timo Schultz.
Stimme:
Beim Spiel in Bielefeld ließen die Osnabrücker zuletzt die Durchschlagskraft im letzten Drittel vermissen. Trainer Timo Schultz fordert im Duell mit der Spielvereinigung von seinen Schützlingen, "sich mal im offensiven Eins-gegen-Eins durchzusetzen". Der VfL sei als Mannschaft gefordert, "dass wir häufiger in die Situationen kommen", die Spieler müssten diese dann besser ausspielen. Am vergangenen Spieltag sei man nicht so oft "in die Zone vor der Kette gekommen, wo wir sonst sehr stark sind".
Im Kleeblatt sieht Schultz einen unangenehm zu bespielenden Gegner. "Fürth hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert, sie sind deutlich kompakter geworden." Der Trainer der Lila-Weiß erwartet "ein Spiel auf Augenhöhe".

