"Mit allem, was wir haben, zu Ende gebracht"

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Transferperiode abgeschlossen

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Bei der SPVGG GREUTHER FÜRTH gab es in diesem Sommer zahlreiche Transferbewegungen. Mit dem verantwortlichen Mann, Geschäftsführer Sport Daniel Meyer, haben wir am Tag nach Transferschluss gesprochen.

Am Tag danach kann Daniel Meyer endlich ein wenig durchschnaufen: Das Sommertransferfenster ist geschlossen, der allseits bekannte Stress der mittlerweile etwas reißerisch „Deadline-Day“ genannten letzten 24 Stunden der Wechselfrist kann langsam abfallen. Der Sportgeschäftsführer des Kleeblatts steht neben dem Trainingsplatz. Die Vormittagssonne scheint über der Kronacher Hard, und die Mannschaft arbeitet sich in guter Stimmung durch die Übungen, die Cheftrainer Heiko Vogel und sein Trainerteam sich für diesen Mittwochmorgen ausgedacht haben.

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Einer von drei "Deadline-Day-Transfers": Faton Ademi mit guter Laune bei seinem ersten Kleeblatt-Training.

Blickt man etwas genauer auf den Platz, dann ist unverkennbar: Viele Gesichter sind neu. „Ich hoffe schon, dass wir so einen Umbruch wie jetzt so schnell nicht mehr haben werden“, sagt Daniel Meyer beim Blick auf einen Zettel, der Zu- und Abgänge auflistet. Die Liste ist lang. Je nach zählweise sind es 17 Neuzugänge und über zwei Dutzend Abgänge nach der letzten Saison.

Eine stabile Achse schaffen.

Dass der Umbruch nach den Ereignissen der vergangenen Spielzeiten allerdings unvermeidlich war, hat nicht nur der Geschäftsführer Sport mehrmals zu Recht betont. „Es ging in der ersten Phase der Transferperiode darum, eine stabile Achse zu schaffen, um in der Liga bestehen zu können. Nachdem uns das gelungen war, konnten wir uns in der zweiten Phase darauf konzentrieren, spannende Personalien anzugehen“, erläutert Meyer das Vorgehen.

Wenn wir überzeugt waren...

Deshalb wurde gleich zu Beginn mit den Verpflichtungen von Florian Hellstern und Christian Ortag die Baustelle zwischen den Pfosten geschlossen. Weitere Achsenspieler wie Jannis Heuer, Paul Will oder Ole Pohlmann konnten frühzeitig unter Vertrag genommen werden. Im zweiten Teil der Transferperiode kamen dann noch weitere spannende Verpflichtungen hinzu. „Wenn wir überzeugt waren, haben wir versucht es mit allem, was wir haben, zu Ende zu bringen“, betont Meyer.

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Zwei Neuzugänge im Duell: Elias Benkara (links) gegen Jordan Siebatcheu (rechts).

Das habe in den meisten Fällen tatsächlich auch geklappt. Erfreulich sei weiterhin, dass man nur bei Florian Hellstern und Mika Wallentowitz klassische Leihen eingegangen ist. Alle anderen Spieler wurden entweder fest unter Vertrag genommen oder haben eine Kaufoption in ihren Leihverträgen stehen. Beim Kleeblatt geht es eben auch immer darum, Werte für die Zukunft zu entwickeln, um neben einem möglichst guten Abschneiden in der Tabelle auch lebensnotwendige Transfererlöse zu generieren.

Es waren wohlüberlegte Transfers.

So fällt das Fazit der Transferperiode auf jeden Fall positiv aus - eine Einschätzung, die auch Trainer Heiko Vogel teilt. „Es waren wohlüberlegte Transfers, bei denen wir alle hundert Prozent Überzeugung eingebracht haben“, beschreibt der Trainer die zurückliegenden Entscheidungsprozesse. Dabei sei es wichtig gewesen, „nicht nur gute Spieler zu holen, sondern auch den Menschen hinter dem Spieler zu sehen“, so Vogel. Das sei, so der Coach, bei einem so großen Umbruch besonders wichtig und seiner Meinung nach gelungen: „Die Mannschaft ist schon gut zusammengewachsen. Auch wenn wir wissen, dass es natürlich noch ein wenig dauern wird, bis alle Mechanismen eingespielt sind.“

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Einer für die stabile Achse: Heiko Vogel mit Festverpflichtung und Vizekapitän Paul Will.

Um besagte Mechanismen einzuüben, werden an diesem Morgen mehrere verschiedene Spielformen aufgebaut. Die Spieler sind mit großem Engagement dabei. Daniel Meyer betrachtet die Trainingseinheit durchaus zufrieden, spiegelt sie doch die bisherige Entwicklung wider: „Die Leistung in den Spielen war bisher okay. Ich finde sogar, wir haben nicht ganz das bekommen, was uns zusteht.“ Meyer denkt da an das Derby, das man in einer sehr guten ersten Halbzeit in eine andere Richtung hätte lenken können. Oder das Pokalspiel gegen Bochum, wo man als besseres Team leider verloren hatte.

Wir haben das Zutrauen in das Team.

In beiden Begegnungen wäre mehr drin gewesen, aber Meyer pflichtet seinem Cheftrainer bei, dass der neuformierte Kader natürlich noch Zeit braucht, um weitere Entwicklungsschritte zu gehen. „Wir haben aber“, ist der Geschäftsführer Sport überzeugt, „das Zutrauen in das Team. Wir müssen selbstverständlich noch an der Defensive arbeiten. Wir haben aber auch gesehen, dass wir schon früh in der Saison in der Lage sind, uns viele Chancen herauszuspielen.“

Müssen auch den Nachwuchs weiterentwickeln.

Kurzfristig steht also das Einspielen des Kaders ganz oben auf der Agenda. Genauso wichtig für Daniel Meyer: Mittel- bis langfristig soll hinter den Leistungsträgern und Stammspielern Potenzial entwickelt werden – ein Weg, den das Kleeblatt in der Vergangenheit oft genug erfolgreich gegangen ist und der nun wiederbelebt wird.

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Profi-Debüt im DFB-Pokal: U23-Spieler Olgherto Balliu darf sich aktuell bei den Profis zeigen.

Dazu gehören neben den jungen Spielern im Kader der Profis auch die Nachwuchskicker, die Meyer in einem sogenannten „Talentpool“ sieht. Deshalb soll auch großes Augenmerk auf den neuen U21-Wettbewerb, die „Bundesliga Talent Series“, gelegt werden, der im September starten wird. Spielberechtigt sind in dieser Runde übrigens U17 bis U21-Kicker plus bis zu vier Spieler pro Team. „Wir brauchen eben beides“, unterstreicht Meyer noch einmal, „wir brauchen Stabilität in der Liga, wir müssen aber auch den Nachwuchs weiterentwickeln.“

Unfassbar gute Arbeit vom gesamten Team.

Abschließend sagt Daniel Meyer: „Zusammenfassend kann man feststellen, dass es eine unfassbar gute Arbeit in den letzten Wochen vom gesamten Team war. Ein großer Dank gilt daher Kaderplanung, Scouting, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, den Gremien und dem Trainerstab. Ein Sternchen auch für das Social Media Team, das zurecht viel Lob von unseren Fans bekommen hat. Es war herausfordernd - aber vor allem hat es viel Freude gemacht. So geht Teamwork!"