Niederlage in Berlin

Artikel teilen

1:2 trotz langer Überzahl

Logo Spielvereinigung

Die SPVGG GREUTHER FÜRTH verliert bei Hertha BSC 1:2. Trotz klarer Überlegenheit gegen die ab der 32. Minute zu zehnt spielenden Hauptstädter und zahlreicher bester Möglichkeiten reichte es nur zum Anschlusstreffer von Noel Futkeu in der Schlussphase. Die Treffer von Kennet Eichhorn und Michael Cuisance brachten den Berlinern den Sieg.

Die Berliner hatten anfangs mehr Ballbesitz, spielten aber nur im Mittelfeld quer. Das Kleeblatt hatte die erste Chance. Aaron Keller gab die Kugel in der neunten Minute flach nach innen, wo Noel Futkeu aus der Drehung rechts vorbei zielte.

Die Gäste wurden nun ballsicherer, Keller gab in der 18. Minute wieder gut herein, Branimir Hrgota brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle. Fünf Minuten darauf gab Felix Klaus eine Freistoßflanke nach halblinks, wo Reno Münz den Ball direkt nach innen spielte. Niklas Kolbe klärte am Fünfmeterraum vor dem hinter ihm lauernden Philipp Ziereis.

Die Hertha hatte nur eine gefährliche Szene, als Michael Cuisance eine Flanke von Fabian Reese annahm und ins lange Eck einschoss, doch der Berliner war klar im Abseits gestanden (28.).

Nach Roter Karte: Freistoß an die Latte

In der 30. Minute passte Keller an die Strafraumlinie. Hrgota legte ab, der Schuss von Klaus ging links einen halben Meter vorbei. In der 32. Minute konnte das Kleeblatt eine Ecke klären und kontern. Futkeus Steilpass ging genau in den Lauf von Klaus. Josip Breckalo lief dem alleine aufs Tor strebenden Fürther in die Hacken. Da war die Rote Karte, die Schiedsrichter Michael Bacher zückte, unausweichlich. Den anschließenden Freistoß schoss Klaus aus 23 Metern an die Latte.

20260510_hertha_spvgg_wzink_03071.jpg
Felix Klaus mit einem guten Freistoß, doch die Latte verhindert den Einschlag.

Die Fürther setzten in Überzahl auf Spielkontrolle und hatten in der Nachspielzeit eine weitere Großchance. Jannik Dehm passte flach nach innen. Futkeu nahm den Ball an, zögerte aber zu lange. Er wurde geblockt, der Nachschuss von Maximilian Dietz aus 15 Metern ging weit drüber. Dann war Pause.

Kleeblatt vergibt viele Chancen, Hertha eiskalt

Das Spiel begann mit einer großen Möglichkeit für das Kleeblatt, Klaus schoss frei von der Strafraumgrenze aus knapp rechts daneben (48.). Vier Minuten darauf war es Dehm, der eine Ecke von Klaus direkt nahm, aber drüber schoss. In der 55. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Reese legte quer auf Kennet Eichhorn, der sich durchdribbelte und frei vor Silas Prüfrock zum 1:0 einschoss.

In der Folge mauerten sich die Berliner am eigenen Strafraum ein, dennoch kamen die Fürther zu zahlreichen Abschlüssen. Klaus schoss drüber (61.), Felix Higl köpfte frei aus sechs Metern drüber (64.) und wurde kurz darauf in bester Schussposition geblockt (66.), Jan Elvedi köpfte eine Ecke von Hrgota über die Latte (70.).

Anschlusstreffer kommt zu spät

Die Berliner kamen kaum noch über die Mittellinie, doch in der 84. Minute trafen sie erneut. Cuisance zog aus 20 Metern ab, der Ball schlug unter der Latte zum 2:0 ein. Hoffnung kam auf, als Futkeu in der 88. Minute eine Flanke von Sayfallah Ltaief zum 2:1 ins Tor köpfte. In der Nachspielzeit umspielte Hrgota drei Gegner, seinen Flachschuss aufs kurze Eck hielt Ernst mit Glanzparade. Es war die letzte Chance, es blieb beim Hertha-Sieg.

Statistik:

Hertha BSC: Ernst - Karbownik, Kolbe, Gechter, Eitschberger (81. Leistner) - Seguin (89. Dudziak), Eichhorn (70. Klemens), Cuisance (89. Demme) - Reese (81. Schuler), Winkler, Brekalo

SPVGG GREUTHER FÜRTH: Prüfrock - Münz, Ziereis (60. Higl), Elvedi - Keller (70. Green), Will (70. Srbeny), Dietz (60. Ltaief), Dehm (79. Itter) - Hrgota, Klaus - Futkeu

Tore: 1:0 Eichorn (55.), 2:0 Cuisance (84.), 2:1 Futkeu (88.)

Rote Karte: Brekalo (32.)

Zuschauer: 44.621