"Umso stolzer"

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Stimmen zum 2:0-Sieg gegen Essen

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Die SPVGG GREUTHER FÜRTH gewinnt das Relegations-Rückspiel gegen Essen mit 2:0 und hält dadurch die Klasse. Die Stimmen zum Spiel.

Heiko Vogel: "Relegation mag für Zuschauer und Medien eine schöne Sache sein. Für zwei Klubs ist es aber eine hässliche Sache. Es gibt zwei Klubs, die es nicht schaffen. Ich hätte mir vorher nicht Rot-Weiss Essen als Gegner gewünscht. Und sie haben gezeigt, warum es so ist. Ich habe selten so eine Wucht in einem Stadion gesehen, es war ein schwieriges Spiel auswärts, wir haben 0:1 verloren. Pech und Glück liegen im Fußball zentimeterweise auseinander. Wätten in Essen in Führung gehen können mit dem Lattentreffer, heute auch wieder. Es war aber zunächst nicht so. Es gab auch Chancen für Essen. Wir haben die Chancen, die wir hatten, dann genutzt. Für die Essener, die es bravourös und beeindruckend gemacht haben, ist es ein hässliches Bild. Umso stolzer bin ich auf meine Mannschaft, dass sie diese Aufgabe auch mit einem Quäntchen Glück geschafft hat. Ich bin mir sicher, dass Essen, wenn sie so weiter machen, keine Relegation brauchen im nächsten Jahr. Dabei wünsche ich viel Glück.

Uwe Koschinat: "Glückwunsch zum Verbleib in der Zweiten Liga. Das gebietet der Anstand und der Respekt. Leider ist es uns nicht gelungen, bei den beiden Spielen das bessere Ende für uns zu haben. Ich glaube, dass wir heute mit dem 1:0-Vorsprung unsere Marschrichtung, gleich nachzusetzen, gut umgesetzt haben. Wir haben einige gute Möglichkeiten gehabt, um in Führung zu gehen. In dieser Phase hatten wir ordentliche Spielkontrolle, eine sehr gute Raumaufteilung, das Spiel ist aber nach 20 Minuten gekippt, Fürth hat uns weit hinten reingedrängt. Gerade, wenn sie von außen in den Strafraum eindringen konnten, sieht man schon die außergewöhnliche Qualität, die diese Mannschaft hat. Folgerichtig sind wir in Rückstand geraten und wollten in der Halbzeit die Dinge so justieren, dass wir wirklich auch auf den Ausgleich gehen. Mit dem 0:2 wurde es dann eine hohe Bürde. Wir hätten zwar einen vorzeitigen Genickschlag mit dem 0:3 erleiden müssen, aber danach ist die Mannschaft aufgestanden und hat unfassbar viel Power entwickelt. Unsere Physis ist hervorragend. Wir hatten gut strukturierte Angriffe, wir haben viele Konterangriffe unterbunden und haben aus meiner Sicht eine sehr gute Mischung hinbekommen, um den Anschlusstreffer zu machen, was die Verlängerung bedeutet hätte. Leider war uns das Glück nicht so hold. Prüfrock hat mit Sicherheit eine herausragende Aktion gehabt, wir haben ein knappes Abseitstor gemacht, haben wirklich alles reingeworfen. Ich denke wir können aus den beiden Relegationsspielen wirklich erhobenen Hauptes herausgehen, auch wenn das natürlich jetzt wahnsinnig weh tut, denn das ist ein Jahr Arbeit. Auf der anderen Seite haben wir gesehen, dass wir Rot-Weiß Essen herausragend repräsentieren konnten."

Branimir Hrgota: "In so einem Spiel steht so viel auf dem Spiel. Weil es auch um die Fans und die Leute geht, die hier arbeiten, wenn wir das Spiel nicht drehen. Die Mannschaft ist die ganze Saison über durch viele Täler gegangen. Heute haben wir es geschafft, zwei Tore zu machen und auch defensiv machen wir es sehr gut. Es ist einfach schön, dass der Verein in der zweiten Liga bleibt - auch für mich, dass es mit keinem Abstieg hier endet. Jetzt werden wir heute alle gemeinsam noch feiern, das wird ein schöner Moment."

Noel Futkeu: "Der ganze Verein ist mir ans Herz gewachsen. Die Menschen hier, das Umfeld sind mir sehr ans Herz gewachsen. Deswegen geh ich auf jeden Fall mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Meine persönlichen Erfolge habe ich auch den Jungs zu verdanken. Deshalb haben wir das heute alle zusammen geschafft. Das ist die Art und Weise, wie ich den Verein verlassen wollte mit dem Klassenerhalt. Wir haben heute eine wunderbare Leistung gezeigt, wir wussten, was auf uns zukommt. Ich wusste aber auch ganz genau, wie heimstark wir sind und was für Spiele wir hier schon gezeigt haben in dieser Saison. Diese Überzeugung haben wir mitgenommen. Wir wussten ganz genau, dass wir Geduld haben müssen, aber wir wussten: Früher oder später schießen wir es. Nach dem ersten Tor hat sich schon einiges geändert. Am Ende haben wir ein bisschen gezittert, aber heute haben wir auch ein bisschen das Glück auf unserer Seite."

Sacha Bansé: "Ein Wort: Wahnsinn. Ja wir wussten, dass wir ein gutes Spiel machen müssen, aber mental sind wir so stark und wir haben das die Saison gezeigt. Heute wieder. Gott sei Dank mit dem Sieg. Der Coach hat mir am Samstag gesagt, dass ich vielleicht in der Startelf stehe. Für mich ist es aber egal, ob Startelf oder nicht. Ich bin da für meine Mannschaft, ich habe immer versucht ihr Energie zu geben. Nach zehn Monaten spielfrei war ich heute dann tot, habe einen Krampf bekommen. Zunächst hat es ein paar Minuten gedauert, bis ich reingekommen bin. Aber danach, wenn du ein paar Zweikämpfe gewinnst, kommst du rein und dann geht es schon. Das letzte Jahr war etwas schwierig für mich, aber das Wichtigste ist, dass wir in der zweiten Liga bleiben."